Josef Mahlmeister:
Kölner Kaninchen!...

(für Sylvie, 9 Jahre; Köln im August 1993)

Daß Köln voller Kaninchen ist, das ist ja bekannt. Aber daß man morgens beim Brötchenholen eines auf dem Gehsteig trifft, das ist nicht so alltäglich. Naja, evtl. unter Umständen, könnte das ja auch einmal passiert sein. Es geschen ja so viele Dinge, von denen wir meinen, daß sie niemals, nie im Leben geschehen könnten.

Nun könnte es aber doch sin, evtl., unter Umständen, daß eines Morgens beim Brötchenholen, Josef und Sylvie in Köln von den vielen tausenden, dort herumhüpfenden Kaninchen gerade den beiden eines begegnet wäre.

Wäre es so gewesen, vielleicht, ich nehme an, vermutlich wäre es so, wenn icht, aus einem unergründlichen Anlaß, evtl., unter Umständen etwas ganz anderes eingetroffen wäre, ja, dann hätte dies ja einfach so irgendwann eines Morgens beim Brötchenholen, einmal passieren können.

Es wäre ja schließlich auch denkbar, daß etwas ganz anderes hätte eintreffen können. Denn, evtl., unter Umständen, wäre es ja auch so gewesen, daß sie an diesem Morgen überhaupt nicht zum Brötchenholen gegangen wären. Dann, ja, dann könnte es natürlich sein, daß sie diesem Kaninchen den ganzen Tag über, evtl., unter Umständen, gar nicht über den Weg gelaufen wären.

Möglicherweise könnte es sein, daß das kleine Hoppeltier, evtl., unter Umständen, ja gar nicht in die Nähe der Beiden gehoppelt, und lieber "schwarz" mit der Straßenbahn, in einen der vielen Kölner Stadtparks zurückgefahren wäre.

Natürlich wäre es vermutlich lieber "grün" zurück ins Grüne gekommen.

So aber, weil es ja schließlich nicht für sich selbst eine Fahrkarte lösen könnte, müßte es höchstwahrscheinlich bis zum nächsten Tag abwarten, daß dann ja möglicherweise, evtl., unter Umständen, die beiden dann vielleicht, ja doch noch, unter gewissen Bedingungen, die man ja nicht immer vorhersehen könnte, unter Umständen, vielleicht evtl. doch noch zum Brötchenholen kommen würden.

* *** *

Wahrscheinlich bestünde dann nämlich die Möglichkeit, daß sie ihm ja doch noch begegnen könnten; ihm, dem kleinen armen Kaninchen, so eine "grüne" Fahrkarte lösen täten; und das Kaninchen könnte dann, unter gewissen Umständen wieder in den grünen Stadtpark zurück.

Dann nämlich, würde es nicht so gewesen sein, daß das kleine Kaninchen "schwarz" fahren müßte, und es dabei, evtl., unter Umständen, erwischt würde.

Und weil es die Strafe von 60,- DM ja niemals selbst, einfach so, ohne mit den Schurbarthaaren zu zittern, bezahlen könnte, dann würde hächstwahrscheinlich der besondere, einzigartige Fall eintreten, daß das kleine Kaninchen in den düsteren grauen Gefängnisknast gekommen wäre.

So jedoch, wir denken es uns einfach einmal so, wäre dieser spezielle unvergeßliche Fall eingetreten, daß Sylvie und Josef, eines Morgens beim Brötchenholen, dieses Kaninchen getroffen und ihm eine "grüne" Straßenbahnfahrkarte gelöst hätten; und das Kaninchen an diesem Morgen ganz heil und evtl, unter Umständen, ja, ohne einen Unfall zurück in den Stadtpark gekommen wäre.

* *** *

Ja, dann wäre mit Sicherheit, ganz bestimmt, und in jedem Falle, der Schluß, dieser etwas verrückten Geschichte, doch noch, zu einem recht glücklichen

* E N D E *

gekommen.

(Zwar ein totaler Unsinn, aber vielleicht ein lustiger!...)

Aus: G'schichtles für Kinder und mit Kindern mit freundlicher Genehmigung des Autors. Danke Jo!


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