Das Bewerbungsschreiben 
Ein wichtiger Punkt: wer eine Bewerbung mit dem Computer schreibt, hat auch
eine Rechtschreibhilfe. Schaltet sie ein, unbedingt, aber verlasst euch nicht
darauf. Lest das Schreiben hinterher auf dem Papier noch einmal gründlich
durch. Auch bei der heutigen Rechtschreibungsunsicherheit gehen einige Fehler
wirklich nicht durch ("abends gehe ich gerne mit den Hund aus" - das
wirklich original aus einer Bewerbung). Wenn ihr Probleme mit "das"
und "dass" habt: vermeidet es und schreibt die Sätze um.
Die äußere Form des Schreibens ist auch nicht unwichtig. Vermeidet
Spielereien mit schönen Computerschriftarten, bleibt bei klaren Schriften.
Achtet darauf, dass ihr den verwendeten Stil auf alle Dokumente anwendet. Lebenslauf
und andere selbst angefertigte Informationen sollten in der gleichen Form wie
das Anschreiben gehalten sein. Und, bitte, nicht bunt und keine Computereffekte!
Das lenkt ab und wirkt selten seriös, außer bei Designern. Das Anschreiben
sollte übrigens nicht länger als eine Seite sein.
Ich habe schon Anschreiben erhalten, die mit Bleistift auf kariertem Recyclingpapier
geschrieben waren. Die Dame hatte sich für einen Verwaltungsposten beworben.
Das ist sicher sehr extrem, aber man sieht so einiges... Also bitte, weißes
Papier (cremefarbenes ist sehr schön, wirkt aber zusammen mit reinweißen
Zeugniskopien nicht mehr).
Dann darf nicht fehlen:
- Eure Adresse und Telefonnummer, ggf. auch mobil und
e-Mail. Es ist immer ärgerlich, wenn man eine Interviewsession planen
will und den Bewerber nicht erreichen kann.
- Betreff, bzw. Bezug die Position, auf die ihr euch bewerbt und ggf. Anzeige,
Inserat der Firma ("Betreff" schreibt man übrigens nicht.
Die Zeile wird lediglich fett formatiert)
- Angaben zur Person, bisherige Tätigkeit, besonderen Fähigkeiten
und Kenntnisse (aber nicht den ganzen Lebenslauf). Warum man gerade bei
dieser Firma arbeiten will. Generell sollte man zumindest flüchtig
wissen, bei welchem Unternehmen man sich bewirbt.
- Keine Sätze negativ anfangen. Selbstbewusstsein
ist die halbe Miete.
- Extreme Ausdrucksweisen wie "ich bin der Beste
für diese Stelle", "können Sie es sich leisten,
auf mich zu verzichten?" und Zitate großer
Wirtschaftler sind eher Lachnummern.
- Wenn das Unternehmen ausdrücklich eine Gehaltsvorstellung
angefordert hat, sollte man diese ganz klar nennen (damit ist übrigens
immer das Jahresgehalt gemeint). Eines ist klar: sagt ihr z.B. 35.000 - 40.000
€, wird es immer der geringere Betrag sein. Lieber die höhere (gerechtfertigte?)
Summe angeben und für die Probezeit eine gesonderte Gehaltsregelung anbieten.
- Frühester Eintrittstermin.
- Freundliche Grüße und mit Vor- und Nachnamen
unterschreiben. Nicht mit dem Computer, bitte.
- Anlagen notieren, müssen aber nicht einzeln aufgelistet
sein.