
Anton
Mohr, Segelohr
Anton ist acht Jahre alt und hat abstehende Ohren. Das ist eigentlich nicht
so schlimm, auch wenn man in der Schule manchmal aufgezogen wird. Aber dann
beginnen Antons Ohren zu wachsen und die Hänselei in der Schule wird immer
schlimmer. Anton mag gar nicht mehr hingehen. Eines Nachts aber sitzt ein Männchen
auf Antons Bett und erklärt, es sei der Ohrenkönig und Anton würde
jetzt für eine sehr wichtige Aufgabe gebraucht. Das Abenteuer auf dem Planeten
der Sinne beginnt. Anton lernt seltsame Wesen kennen, die alle eine Besonderheit
haben. Und jede Besonderheit macht jedes Wesen zu etwas Einzigartigem. Die Geschichte
macht jedem Mut, der wegen irgendetwas jemals gehänselt wurde (und wer
wurde das nicht?). Ein Buch über Toleranz, das nicht mit dem Finger droht,
sondern behutsam auf den Sinn zuführt. Insgesamt gefällt es mir sehr
gut. Ein Minuspunkt ist für mich die Sprache des Ohrenkönigs, der
permanent Wörter verwechselt, was den Handlungsablauf stört - aber
kann ich nur von mir selbst reden, vielleicht finden Kinder das spaßig?
Sehr schön: die Illustrationen der Autorin.
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