
Das
Wittgenstein- Programm
Im Jahre 2013 ist der Wissenschaft bekannt, dass das Fehlen eines bestimmten
Nervenzentrums Männer zu potentiellen Serienkillern macht. Alle diese Männer,
straffällig oder nicht, sind in einer Datenbank unter dem Decknamen verstorbener
Philosophen registriert. Dann startet plötzlich eine Mordserie und die
Opfer sind allesamt in der Datenbank registriert. Chief Inspector Isidora Jakowicz
übernimmt den Fall und auf der Suche nach Mörder und Motiv muss sie
sich mit der Philosophie auf eine andere Weise auseinandersetzen. Eine spannende
Jagd beginnt. Kerr hat diesen Krimi in naher Zukunft angesiedelt und die utopischen
Mittel sind vielleicht gar nicht utopisch: eine europäische Kennkartenkartei,
in der auch die DNS der Bevölkerung gespeichert ist und die Umwandlung
der Todesstrafe in ein lebenslängliches Koma. Auch als Krimileser muss
man sich mit dieser Zukunftsgesellschaft auseinandersetzen und kann das Buch
nicht ohne ein paar Anstrengungen der kleinen grauen Zellen aus der Hand legen.
Das Buch wurde 1995 mit dem Deutschen Krimi-Preis für den besten internationalen
Kriminalroman ausgezeichnet. Zu Recht, finde ich.
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